Vorbereitungen zum EMS-Training

Das Gerät

Vorbereitungen zum EMS-Training - elektrofitness.de

© Jeff Maloney – Sports and Recreation 2 (photodisc - 51)

Bevor Sie mit dem EMS-Training beginnen, sollten Sie die eine oder andere Vorbereitung treffen. Verbinden Sie zuerst alle Kabel mit dem EMS-Gerät und den Elektroden-Pads, die auf Ihren Körper geklebt werden. Wenn Sie selbstklebende Elektroden verwenden, sollte die Haut möglichst trocken und fettfrei sein, damit die Elektroden gut kleben. Falls Sie also EMS nach Ihrem herkömmlichen Training nutzen und bei diesem schwitzen, ist es ratsam, dass Sie die Körperpartien für die Elektrodenanlage vor dem Aufkleben der Elektroden-Pads abtrocknen.

Silikon-Elektroden müssen vor der Befestigung mit Elektroden-Gel bestrichen werden, um die elektrischen Impulse richtig leiten zu können. Falls Sie Schwamm-Elektroden nutzen, also Silikon-Elektroden mit Schwammtaschen, so müssen Sie die Schwammtaschen vor der Anwendung gut befeuchten.

Die Elektroden

Kleben Sie nun die Elektroden-Pads auf die Haut. Dabei ist es wichtig, die optimale Position zu finden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Unter Elektrodenanlage finden Sie Bilder mit Beispielen für eine effiziente Muskelstimulation. Falls Sie nicht sicher sind, ob Sie die richtige Stelle getroffen haben, können Sie mit einem Hilfsmittel wie der Punktrode die Stelle am Muskel ermitteln, die auf die elektrischen Impulse die größte Reaktion zeigt (motorische Endplatte). Alternativ können Sie die Elektroden versetzen und so ausprobieren, an welcher Stelle die stärkste Muskelkontraktion erzielt wird. Vor dem Versetzen sollten Sie das EMS-Training aus Sicherheitsgründen allerdings immer pausieren oder stoppen.

Wichtig ist ebenfalls, dass Sie die Elektroden in der richtigen Größe wählen. Diese hängt von der Größe der Muskeln ab, die Sie trainieren möchten, und natürlich von der Art der Stimulation. Prinzipiell kann man sagen, dass bei größeren Muskelpartien auch größere Elektroden nötig sind. Soll der motorische Punkt bzw. die motorische Endplatte stimuliert werden, können die Elektroden auch etwas kleiner gewählt werden. Bei großflächigen Anwendungen wie z. B. Entspannungs- oder Massageprogrammen sind größere Elektroden meist die bessere Wahl.

Die Trainingsposition

Die optimale Trainingsposition für Ihr EMS-Training finden - elektrofitness.de

Die optimale Trainingsposition hängt in erster Linie von dem Programm ab, dass Sie verwenden.

Grundsätzlich gilt, dass sich die zu trainierende Muskulatur stets in Streckung befinden sollte. Auf diese Weise ist ein isometrisches Muskeltraining gewährleistet. Beim isometrischen Muskeltraining werden die Muskeln zwar angespannt, aber keine Bewegungen ausgeführt. Das Muskeltraining erfolgt lediglich über das Halten der Spannung. Dabei ist isometrisches Training sehr effektiv und kann ideal für Kraftzuwachs und Muskelwachstum eingesetzt werden.

Beim EMS-Training kann es natürlich vorkommen, dass die Kontraktionen zu kräftig sind und die Streckung deshalb nicht aufrechterhalten werden kann. In diesem Fall können Sie die zu trainierenden Gliedmaßen fixieren, z. B. mit Klettbändern o. ä. Bei der Stimulation des Beinstreckers (Oberschenkelvorderseite) sollte beispielsweise eine sitzende Position mit einem 90°-Winkel im Kniegelenk eingenommen werden. Die stimulierte Muskulatur ist somit gestreckt. Der Antagonist (Oberschenkelrückseite) wirkt der Anspannung des Streckers entgegen und hält den 90°-Winkel. Wird die Anspannung zu stark, kann das Bein auch in dieser Haltung fixiert werden.

Falls Sie ein Programm wählen, das keine kräftigen Muskelkontraktionen hervorruft (z. B. Entspannung oder Schmerztherapie), können Sie sich bequem hinsetzen oder hinlegen. Bei Massageprogrammen empfiehlt sich eine liegende Position, damit die Muskeln entspannen können. Für Rückenmassagen sollten Sie sich beispielsweise auf den Bauch legen, bei einer Quadrizepsmassage eher auf den Rücken. Für mehr Bequemlichkeit können Sie auch ein Kissen oder eine Rolle unter die Kniekehlen legen.