Intensität

Die optimale Intensität hängt beim EMS-Training von vielen Faktoren ab und kann sich von Anwendung zu Anwendung verändern. Als Faustregel kann man sagen, dass Sie die Intensität zuerst bis zu einer leichten Schmerzgrenze hochregeln und dann so weit reduzieren sollten, dass sie sich für Sie angenehm anfühlt. Wenn Sie Ihre Muskeln trainieren wollen, sollten dabei noch deutliche Muskelkontraktionen (Muskelanspannung) auftreten.

Im Verlauf einer Stimulationssitzung kann es sein, dass Sie die Intensität noch einmal nachträglich höherregeln müssen. Der Körper gewöhnt sich oft an die Stimulation, so dass die Intensität im Laufe des Trainings schwächer zu werden scheint, auch wenn sie sich objektiv nicht verändert.

Es ist normal, dass die Intensität sich von Training zu Training und von Person zu Person unterscheidet. Der Hautwiderstand und die Sensibilität sind bei jedem anders. Die passende Intensität bestimmen Sie deshalb bei jeder Anwendung von neuem.

Die folgenden Faktoren können die Intensität und das Stromgefühl beeinflussen:

Muskulöser Mann macht Hanteltraining

© Jeff Maloney – Sports and Recreation 2 (photodisc - 51)

  • Wenn Sie schwitzen oder Ihre Haut feucht ist, leitet sie den Strom besser und benötigt eine geringere Intensität bei der EMS-Anwendung als trockene Haut.
  • Je nach Hautbeschaffenheit ändert sich auch der Hautwiderstand. Hornhaut hat beispielsweise einen höheren Widerstand als die zarte Haut an der Innenseite des Unterarms. Bei Hornhaut ist dementsprechend eine vergleichsweise höhere Intensität nötig.
  • Je mehr Muskelmasse Sie haben, desto höher müssen Sie häufig die Intensität wählen, wenn die restlichen Parameter/Einstellungen beim EMS-Training gleich bleiben.
  • Je stärker der Muskel ermüdet, desto geringer ist die Intensität, die er erträgt. Sie sollten bei ermüdeter Muskulatur also eine eher geringere Intensität wählen als bei ausgeruhter Muskulatur.
  • Während einer Anwendung gewöhnen sich die Nerven an den Strom. Es kann daher durchaus angebracht sein, im Laufe einer Anwendung die Intensität "nachzuregeln" und noch einmal zu erhöhen. Dabei sollte sie sich allerdings immer noch angenehm anfühlen.
  • Je nach verwendeten Parametern wie Frequenz (Impulse pro Sekunde), Impulsbreite (Dauer eines Einzelimpulses) etc. fühlt sich die gleiche Intensität oft unterschiedlich an. Es kann daher gut sein, dass Sie beispielsweise bei Programm 1 Ihres EMS-Gerätes eine andere Intensität wählen als bei Programm 5.
  • Je nach verwendeten Elektroden kann die Intensität variieren. So leiten Silikon-Elektroden etwas anders als Selbstklebe-Elektroden; häufig benutzte (alte) Elektroden leiten in der Regel schlechter als neue, unbenutzte und benötigen eine höhere Intenstität für die gleiche Wirkung.