So funktioniert EMS

So funktioniert die elektrische Muskelstimulation EMS - elektrofitness.de

© Karl Weatherly – Sports and Recreation 2

Bei der elektrischen Muskelstimulation wird ein motorischer Nerv mittels elektrischen Impulsen gereizt, der für die Steuerung eines Muskels bzw. einer Gruppe von Muskelfasern zuständig ist. Der Nerv wird so dazu gebracht, dem Muskel den „Befehl“ zur Anspannung (Kontraktion) zu geben. Der Muskel selbst kann nicht unterscheiden, ob dieser „Befehl“ nun vom Gehirn oder einer externen Quelle wie dem EMS-Gerät kommt – er spannt sich an.

Auf diese Weise können mit einem EMS-Gerät gezielt Muskeln und Muskelgruppen trainiert werden. Wenn nach Verletzungen die Muskeln nicht ausreichend bewegt werden, können EMS-Geräte helfen, die Muskulatur zu erhalten oder wieder aufzubauen. So kann z. B. nach Knieverletzungen die Oberschenkelmuskulatur trainiert werden, damit sie nicht abbaut.

Viele moderne EMS-Geräte enthalten meist vorinstallierte Programme, die schon speziell auf bestimmte Trainingsziele zugeschnitten sind. Dazu gehört z. B. Ausdauertraining, Muskelaufbau, Schnellkraft-Entwicklung, Durchblutungsverbesserung und Muskelerhalt nach Verletzungen. Auch nach dem Training unterstützen Programme zur Regeneration oder Massage die Erholung der Muskulatur. Die Programme vieler EMS-Geräte laufen in aufeinander folgende Trainingsphasen, sogenannten Sequenzen, nacheinander ab. Sie beginnen mit einer Aufwärmsequenz, die die Muskeln auf das EMS-Training vorbereiten. Darauf folgen eine oder mehrere Arbeitssequenzen, in denen der gewünschte Effekt trainiert wird, z. B. Ausdauer oder Muskelkraft. Abschließend folgt eine Erholungssequenz, die die trainierte Muskulatur entspannt und die Regeneration unterstützt.