Modulationszeiten beim EMS-Impuls

Modulation und Modulationszeiten beim EMS-Impuls. Der hier dargestellte Impuls gliedert sich in Anstiegsphase, Arbeitsphase, Abstiegsphase und Pausenphase. elektrofitness.de

EMS-Impulse sind nicht einfach nur „Strom an/Strom aus“. Vielmehr haben sie einen fest definierten zeitlichen Ablauf – die sogenannte Modulation. Das hat durchaus seinen Sinn: Beim willentlichen Training erreichen die Muskeln auch nicht von jetzt auf gleich ihre maximale Spannung, sondern müssen diese erst einmal aufbauen. Die Modulation sorgt also dafür, dass das Muskeltraining mit einem EMS-Gerät möglichst physiologisch abläuft. Man unterscheidet hier vier Phasen:

Die Anstiegszeit (Zeitdauer bis zum maximalen Stromfluss)

Während der Anstiegszeit wird der Muskel auf die bevorstehende Arbeit vorbereitet und eine Vorspannung erzeugt. Diese hat auch einen Einfluss auf die Stärke der darauffolgenden Muskelspannung (Kontraktion). Die Anstiegszeit ist dabei die Dauer von der Null-Linie (kein Stromfluss) bis zum Erreichen des maximalen Stromflusses. Sie sollte beim gesunden Muskel mindestens 2 Sekunden betragen.

Die Arbeitszeit (maximaler Stromfluss)

Während der Arbeitszeit wird der maximale Stromfluss erreicht. In dieser Phase liegt damit auch die größte Muskelspannung vor. Die Arbeitszeit richtet sich immer nach dem Trainingszustand. Sie kann bis auf 10 Sekunden und mehr gesteigert werden.

Die Abstiegszeit (Zeitdauer bis zum Erreichen der Null-Linie)

Während der Abstiegszeit entspannt die Muskulatur langsam wieder. Das ist meist deutlich angenehmer als eine plötzliche Entspannung und trägt so maßgeblich zum Komfort der Stimulation bei. Die Abstiegszeit beträgt meistens 1-2 Sekunden.

Die Pausenzeit (kein Stromfluss)

Die Pausenzeit ist besonders wichtig für den Effekt des EMS-Trainings. Während dieser Phase hat der Muskel Zeit, sich vor der nächsten Anspannung zu erholen. Das gilt für die Elektrostimulation genauso wie für das willentliche Training. Für das Verhältnis von Arbeits- zu Pausenzeiten gilt: es sollte mindestens 1:1 betragen, noch besser ist allerdings ein Verhältnis von 1:3 bis 1:5. Die An- und Abstiegszeit zählen dabei nicht zur Arbeitszeit.